§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen der cnyn GmbH, Hauptstraße 57, 89079 Ulm (nachfolgend „Anbieter“) und ihren Kunden über die Nutzung der Webanwendung cnyn. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
§ 2 Vertragsgegenstand
Der Anbieter stellt dem Kunden die Webanwendung cnyn als Software-as-a-Service über das Internet zur Verfügung. Der Funktionsumfang ergibt sich aus den gebuchten Modulen (Basis sowie wahlweise Bauprojekte, Personal, Immobilienverwaltung und Fuhrpark) und dem gebuchten Paket, das die Anzahl der nutzungsberechtigten Benutzer bestimmt. Die Anwendung wird je Kunde auf einer eigenen Subdomain bereitgestellt. Ein Anspruch auf bestimmte künftige Funktionen besteht nicht; angekündigte Erweiterungen sind unverbindlich.
§ 3 Vertragsschluss und kostenlose Testphase
Die Darstellung von Paketen und Preisen auf der Website ist kein bindendes Angebot. Der Vertrag kommt durch die Annahme eines individuellen Angebots des Anbieters oder durch Auftragsbestätigung in Textform zustande.
Der Anbieter stellt Interessenten auf Anforderung eine kostenlose Testinstanz für 14 Tage zur Verfügung. Die Testphase ist unverbindlich, erfordert keine Zahlungsdaten und endet automatisch — sie geht nicht in einen kostenpflichtigen Vertrag über. Je Unternehmen wird nur eine Testinstanz eingerichtet; ein Anspruch auf Einrichtung besteht nicht. Kommt innerhalb von 30 Tagen nach Ende der Testphase kein Vertrag zustande, werden die Testinstanz und die darin gespeicherten Daten gelöscht. Für die Testphase gelten diese Bedingungen entsprechend.
§ 4 Nutzungsrechte
Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare Recht, die Anwendung im gebuchten Umfang für eigene geschäftliche Zwecke zu nutzen. Benutzerzugänge sind einzelnen natürlichen Personen zugeordnet; die Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte oder die gleichzeitige Nutzung eines Zugangs durch mehrere Personen ist unzulässig. Benutzerzugänge können auf andere Mitarbeiter des Kunden übertragen werden.
§ 5 Pflichten des Kunden
Der Kunde verpflichtet sich,
- Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen,
- die Anwendung nur im Rahmen der geltenden Gesetze zu nutzen und keine rechtswidrigen Inhalte einzustellen,
- für die Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der von ihm eingegebenen oder hochgeladenen Daten einzustehen,
- automatisch ausgelesene Werte — insbesondere KI-gestützt aus Belegen übernommene Daten — vor ihrer geschäftlichen Verwendung zu prüfen.
§ 6 Verfügbarkeit und Wartung
Der Anbieter strebt eine hohe Verfügbarkeit der Anwendung an. Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt und rechtzeitig angekündigt. Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind Zeiten, in denen die Anwendung aufgrund von Umständen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (z. B. höhere Gewalt, Störungen bei Netz- oder Infrastrukturanbietern) nicht erreichbar ist.
§ 7 Vergütung und Zahlung
Die Vergütung richtet sich nach den gebuchten Modulen, dem gebuchten Paket und dem vereinbarten Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich). Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Vergütung ist je Abrechnungszeitraum im Voraus fällig und wird per Rechnung abgerechnet. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen.
§ 8 Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag läuft über den gewählten Abrechnungszeitraum und verlängert sich jeweils um denselben Zeitraum, wenn er nicht mit einer Frist von einem Monat zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums in Textform gekündigt wird. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden seine Daten auf Anforderung für 30 Tage in einem gängigen Format zum Export bereit; danach werden die Daten gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 9 Daten und Datenschutz
Die vom Kunden in der Anwendung verarbeiteten Daten bleiben dessen Eigentum und Verantwortung. Soweit der Anbieter dabei personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Das Hosting erfolgt in Rechenzentren in der Europäischen Union.
§ 10 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536a Abs. 1 BGB ist ausgeschlossen.
§ 11 Änderungen dieser Bedingungen
Der Anbieter kann diese Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn die Änderung dem Kunden zumutbar ist. Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen; auf diese Folge wird in der Ankündigung hingewiesen.
§ 12 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Ulm, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.
stand: juli 2026